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Herbsttreffen des Vereins „Die Krugsammler e.V.“ am 13. und 14. Oktober 2017

  Aschaffenburg entdecken

 

Diejenigen Teilnehmer, die sich bereits früh am Freitag in die Grenzregion zwischen Bayern und Hessen begeben hatten, erlebten einen goldenen Oktober-Tag in der ehemaligen Garnisonsstadt des 2. Königlich Bayrischen Jägerbataillons.

Unser Veranstaltungshotel „Zum Goldenen Ochsen“, ein familiengeführtes idyllisches, mit viel Sachverstand renoviertes Anwesen, mitten in der Stadt, zwischen Schloss, Schlossgarten und der Kapuzinerkirche gelegen, gehört zu den ältesten Gasthäusern der Gegend. Erstmals 1798 in einer Urkunde erwähnt, bildete es den optimalen Ausgangspunkt für fußläufige Erkundungen.

Erster kultureller Höhepunkt bildete das oberhalb des Mains wunderbar gelegene, geradezu thronende Schloss Johannisburg. Aus rotem Sandstein erbaut, zählt es zu den bedeutendsten und schönsten Renaissancebauten Deutschlands. Beachtlich sind die Schlosskirche (ausgestattet von H. Juncker im frühen 17. Jhdt.), die kurfürstlichen Wohnräume und die Staatsgemäldegalerie u.a. mit Werken von Lucas Cranach d. Ä. Leider sind langwierige Sanierungsarbeiten im Gange, die einige Bereiche geschlossen halten. Weiter ging es zum im 18. Jhdt. von Friedrich Ludwig Sckell gestalteten Schlossgarten, der mit seinem reizvollen Arkadengang mit faszinierendem Fernblick beeindruckte. Nach ausgiebigen Erkundungen – leider blieb für das prachtvoll ausgemalte Pompejanum kein Raum – in der malerischen Altstadt, wurde es Zeit für Kaffee und Kuchen in einem versteckt gelegenen Straßencafé. Der Nachmittag verstrich so viel zu schnell beim Austausch der neuesten Nachrichten aus der „Krugsammlerszene“, beim Gespräch oder beim Lauschen über Sehenswertes, Aufsehen erregendes, Erstaunliches und Ungewöhnliches.

Um 18.00 Uhr begann im extra für uns hergerichteten urigen Klubraum „Kirchnerstube“ die langfristig angekündigte Jahreshauptversammlung 2017. Der zu diesem Zeitpunkt noch kommissarisch agierende 1. Vorsitzende konnte viele bekannte Gesichter, aber auch einige Neumitglieder und Gäste herzlich begrüßen. Schmerzlich vermisst wurde, neben anderen, unser Gründungsmitglied, unser langjähriger Vorsitzender H. Busse, um den sich an diesem Abend noch unzählige Erinnerungen und Geschichten ranken sollten. Nach einem harmonischen, konstruktiven Verlauf der Sitzung, mit gewählten Ämterneubesetzungen, respektive einer Aufgabenbestätigung mit ausdrücklicher Wertschätzung der bisher tadellos geleisteten Arbeit, erfolgte der Dank des neuzusammengesetzten Vorstands für das entgegengebrachte Vertrauen verbunden mit dem Wunsch, den Verein in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Nach dem Schließen der Versammlung warteten die Teilnehmer gespannt auf das höchst schmackhafte, mit viel Liebe zubereitete gemeinsame Abendessen. Der gemütliche Teil der Veranstaltung konnte beginnen, wobei ausgiebig auch über Privates und Politisches fabuliert, diskutiert, debattiert, disputiert wurde und verschiedene Sichtweisen zu erörtern waren. Da sich viele Teilnehmer nur bei den wenigen Veranstaltungen sehen, wurde die verstrichene Zeit mit ihren Geschehnissen seit dem Treffen in Schwanstetten Revue passieren lassen und detailliert bewertet. Auch den spirituösen Kostbarkeiten des Hotels wurde rege zugesprochen, wobei sich hier die süddeutschen Streiter besonders hervortaten. Deutlich zurückhaltender – ihrem Wesen entsprechend – verhielten sich die Hessen, ebenso hatten die Eidgenossen ihre liebe Not, dem Tempo der Württemberger zu folgen. Das gesellige, feucht-fröhliche Beisammensein konnte von dem sehr netten und aufmerksamen Personal erst beendet werden, als sich wirklich kein anderer Gast mehr in den Räumlichkeiten aufhielt. Dieser humorvolle, heitere, freitägliche Abend war etwas ganz Besonderes und wird den Teilnehmern noch lange im Gedächtnis bleiben.

Nachdem am Samstagmorgen die Vorständen noch einige wenige Veränderungen der Anordnung der Tische vornahmen, um jedem Aussteller gerecht zu werden, konnten die Aufbauarbeiten der Stände, konnte das muntere Treiben beginnen. An dieser Stelle sei unseren Gastgebern, der Hotelbetriebswirtin Nadine Gala und dem Küchenchef Florian Löffler ganz herzlich gedankt, die mit ihrem Team alle unsere Wünsche erfüllten und so zu diesem hervorragenden Treffen entscheidend beitrugen. Wir hoffen, dass die Werbung, die wir für den „Goldenen Ochsen“ gemacht haben, sich positiv in der Zukunft niederschlagen wird.

Ab 9.00 Uhr war die „ganze Pracht“, war das komplette Angebot fertig positioniert, die Gäste und Besucher konnten kommen, staunen und agieren. Neben dem Hotelparkplatz, leider mit beschränkter Kapazität, gab es ausreichend Parkplätze und Parkhäuser in unmittelbarer Nähe, die gut frequentiert wurden, einzig ein Teilnehmer hatte bei der Parkplatzsuche größere Schwierigkeiten, lächelte diese kleine Unpässlichkeit aber gutgelaunt mit seinem positiven Wesen einfach weg.

Es gab in der Vergangenheit bei einem Tauschtreffen wohl selten ein solch buntes, vielfältiges Angebot. Die Bandbreite reichte dabei vom „einfachen“ Infanterie- bis zum kostbaren MG-, vom stark gebrauchten Artillerie- bis zum spannenden Jäger- mit Schießpreis, oder zum hervorragend erhaltenen Reservistenkrug eines Mitglieds der Bespannungsabteilung der Verkehrstruppen. Wer sich mit dem Gedanken trug, ein neues Teil seiner Sammlung zuzuführen, hatte sicherlich den rechten Ort zur rechten Zeit gewählt.

Da wir in großem Maße Werbung für unser Treffen in den regional erscheinenden Printmedien geschaltet hatten, riss der Strom an Besuchern, die den Weg zum Veranstaltungsort fanden, um Trinkgefäße aller Art und aller Zeitepochen kostenlos bewerten zu lassen, nicht ab. Eine solch große Nachfrage nach Einschätzungen in Hinsicht auf Alter, Zustand und Wert der mitgebrachten „Schätze“ ist in all den Jahren höchst selten vorgekommen, zeigt aber, wie dankbar unser Angebot angenommen wurde.

Abschließend ist über die zwei Tage im Oktober 2017 festzuhalten, dass es in vielerlei Hinsicht, gerade aber im zwischenmenschlichen Bereich ein besonderes Zusammenkommen war, welches die Dabeigewesenen noch lange in lebhafter Erinnerung behalten werden; traurig können diejenigen sein, die die Reise nicht angetreten haben, oder nicht antreten konnten. Viele Teilnehmer sprachen mich an und waren voll des Lobes über das Veranstaltungshotel. Die Lage, die Zimmer, die Räumlichkeiten, das Essen und der Service sind ein Wiedersehen wert. Es hat sich als goldrichtig erwiesen, die Zeit zu investieren und den Aufwand zu betreiben, um vor Ort Kapazitäten zu ermitteln, die uns in die Möglichkeit eröffneten, mitten in einer schönen Stadt zu logieren und nicht auf die „grüne Wiese“ gehen zu müssen.

H.-A. Szukalski

 

 

Bei dieser Veranstaltung wurde auch ein Nachlass von 28 Reservistenkrügen angeboten und einzeln verkauft. Alle Krüge fanden einen neuen Besitzer. Inhaber von Nachlässen sollten sich mit uns in Verbindung setzen. Wir helfen kostenlos und gern.